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Vortrag über den indigenen Widerstand gegen US-Pipelines

  • Alte Feuerwache Köln 3 Melchiorstraße Köln, NRW, 50670 Germany (map)

m Rahmen einer Europa Tour kommen vier Lakota Aktivist*innen vom Widerstand gegen die Dakota Acess Pipeline (USA) vom 3.-5 Juni ins rheinische Braunkohle Revier. Am Samstag abend wird es in der Alten Feuerwache in Köln um 18 Uhr einen Vortrag von den Aktivist*innen geben. Im Anschluss wird es vorraussichtlich um 23 Uhr im Autonomen Zentrum in Köln ein Auftritt der beiden Hip Hop Künstler*innen geben. Am Sonntag werden die vier bei einem Waldspaziergang von Michael Zobel um 14.00 Uhr dabei sein. Kommt alle! Tragt Rot! #BeTheRedLine Mehr Infos zur Tour findet ihr hier: https://standupwithstandingrock.noblogs.org/

Zu Gast sind:

Wašté Win Young: Umwelt- und Graswurzel-Aktivistin, sowie Mutter aus einer Lakota Gemeinde. Sie träumt von einer besseren Welt für ihre Familie und ihre Gemeinde.
Nataanii Means: Lakota-Aktivist und Hip Hop Künstler, der sich in US-weiten Kampagnen engagiert und bis zur Räumung im Protestcamp Oceti Sakowin aktiv war. Durch seine gesellschaftskritische Musik versucht er besonders indigene Jugendliche zu politisieren. Nataanii Means ist der Sohn des bekannten AIM Aktivisten Russel Means
Rachel Heaton: Muckleshoot-Aktivistin aus Washington-State, die Standing Rock mit lokalen Bewegungen gegen Großprojekte im Raum Seattle vernetzt hat und dazu beitrug, dass die Stadt Seattle ihr Investment in der North Dakota Access Pipeline zurückgezogen hat.
Rafael Gonzales aka. Tufawon lebte für sieben Monate im Protestcamp Oceti Sakowin und versucht mit seiner Rapmusik soziales und ökologisches Bewusstsein bei Jugendlichen zu schaffen

Hintergrund:

Seit Anfang 2016 gibt es Widerstand gegen die North Dakota Access Pipeline, ein 1100 Meilen langes und 3,8 Milliarden schweres Projekt verschiedenster Investoren aus der ganzen Welt. Sie soll Öl von North Dakota nach Illinois leiten. Die Pipeline führt auch am Rande des Standing Rock Lakota Reservat vorbei. Seit gut einem Jahr leisten indigene Aktivist*innen und solidarische Gruppen Widerstand gegen die Firma Energy Transfers Partners, das Militär und die Polizei. Die Lakota Aktivist*innen mobilisieren unter dem Hashtag #WaterIsLIfe. Sie warnen davor, dass durch die Pipeline nicht nur ihr Trinkwasser, sondern das der ganzen Region verseucht werden wird. Die frage ist dabei nicht ob das passieren wird, sondern wann es passieren wird.

Mit der internationaler Ausstrahlungskraft ist Standing Rock eine Inspirationsquelle für verschiedenste sozial-ökologische Kämpfe. In diesem Kampf kommt die Klimaproblematik zusammen mit den Kämpfen für indigene Rechte, ökologische Lebensgrundlagen und politische Selbstbestimmung. Trotz der starken Vernetzung mit anderen Bewegungen und der enormen Solidarität in den USA und der ganzen Welt hat Präsident Trump, der selbst Aktien an der Baufirma hält, die Weiterführung des Pipelinebaus beschlossen. Ende Februar 2017 wurde das Oceti Sakowin Protestcamp, das die Pipeline blockiert hat geräumt und der Bau der Pipeline fortgesetzt. Einen Monat später floss das Öl bereits durch die Pipeline. Doch der Widerstand geht weiter. Mit der Tour durch Europa berichten die Aktivist*innen über den Protest und vernetzen sich mit Aktivist*innen aus der Europäischen Klimagerechtigkeitsbewegung. Wir sind eine wachsende Bewegung #WeAreUnstoppable!

Inspierierende Musikvideos zu Standing Rock:
https://www.youtube.com/watch?v=Onyk7guvHK8

https://www.youtube.com/watch?v=QdeHUrL1FEM

Hintergrundvideo: https://www.youtube.com/watch?v=4FDuqYld8C8

Later Event: June 4
Direct-Action-Training